Sicherheitsprojekt auf hohem Niveau

Was ist zu tun, wenn Beschäftigte eine mögliche Gefährdung bei ihrer täglichen Arbeit entdecken? Natürlich – die mögliche Unfallgefahr beheben. Genau das hat ein kreatives Team der C.D. Wälzholz KG im Werk Plettenberg vorbildlich umgesetzt. Drei Beschäftigte des Kaltwalzwerkes haben sich überlegt, wie sie die Kranarbeiten in der Glühe sicherer gestalten können. Gemeinsam haben sie eine elektrisch verriegelte Hakenmaulsicherung inklusive Kamera und Ampelsystem entwickelt. Für dieses anspruchsvolle Projekt und ihren Beitrag für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben sie nun die Trophäe „Schlauer Fuchs“ von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) erhalten – eine Auszeichnung für ganz besonders kreative und hervorragend umgesetzte Maßnahmen im Arbeitsschutz.

Von der Idee zur Lösung
„Eines Tages ist ein Kollege auf mich zugekommen, um mir zu sagen, dass bei jedem Auf- oder Absetzen von Konvektorscheiben mit dem Kran der C-Haken auf dem Dorn des Kippers aufsetzen könnte und dadurch der 900 Kilogramm schwere C-Haken aus dem Hakenmaul der Kranunterflasche herausfallen könnte“, erläutert Dirk Wittemund, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Wälzholz. „Da war uns sofort klar: Eine Lösung muss her“. Die Beschäftigten zögerten nicht lange und bauten, gemeinsam mit kompetenten Fachfirmen, die Unterflasche mit elektrischer Hakenmaulsicherung für ihre Belange um. Jedes Projektmitglied hatte dabei eine spezielle Aufgabe: So hat sich Steffen Thieme, gelernter Elektroinstallateur und bei Wälzholz zuständig für Wartung und Reparaturen der Kräne, insbesondere um die Absprache mit dem Kranhersteller und dem Unterflaschenbauer sowie um interne Optimierungsbelange gekümmert. „Neben der elektrischen Sicherung haben wir in der Unterflasche auch noch einen Prallschutz für die Seilrollen einbauen lassen“, erklärt Projektleiter Wittemund. So werden neben den Seilrollen die Mechanik der Hakenmaulsicherung und die Sensorik für die Erkennung der Hakenmaulstellung vor Beschädigung geschützt. „Die Kranbediener können nun anhand eines Ampelsystems erkennen, ob die Hakenmaulsicherung geöffnet oder geschlossen ist“, so Claus Pachurka, zuständige Aufsichtsperson der BGHM. Damit noch nicht genug: Die Beschäftigten können nun über einen Wandmonitor ständig sehen, was am Hakengrund passiert. Der stellvertretende Werkstattleiter der Elektroabteilung Frank Adler hat für diesen Zweck eine Videokamera in die Kranunterflasche einbinden lassen, die die Signale über eine WLAN-Funkstrecke von der Unterflasche zur Krankatze überträgt, um sie dann von dort zum Wandmonitor weiterzuleiten

Sicherheit hervorragend umgesetzt
„Mit diesem innovativen Sicherheitskonzept wird Arbeitsunfällen, Gesundheitsgefährdungen und Sachschäden nachhaltig entgegengewirkt“, lobt Pachurka das Team von Wälzholz bei der Preisübergabe des „Schlauen Fuchses“. „Eine ausgezeichnete Idee, die auch durchaus nachahmenswert ist und von anderen Unternehmen für ähnliche Anwendungszwecke umgesetzt werden kann. Wir freuen uns, dass wir unsere renommierte Auszeichnung der BGHM für dieses herausragende und vorbildliche Engagement überreichen dürfen.“


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Im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben – Prävention, Rehabilitation und Entschädigung – ist die BGHM zentralen Werten verpflichtet: der Sicherheit und Gesundheit ihrer Versicherten sowie der Existenzsicherung ihrer Mitgliedsunternehmen durch Haftungsablösung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. In diesem Sinne übernimmt die BGHM als ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bundesweit den Versiche-rungsschutz von über 4,7 Mio. Beschäftigten in den mehr als 218.000 Betrieben der Branchen Holz und Metall.

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