Verschläft der Handel die Digitalisierung?

Oftmals beschleunigen Krisen einen Strukturwandel. Insofern scheint der sogenannte Dieselskandal auch etwas Gutes zu haben. Die Automobilindustrie setzt nun nicht nur auf Elektro-Mobilität, sondern in einer erstaunlichen Geschwindigkeit auch auf die Digitalisierung und auf neue digitale Geschäftsmodelle.

Während der Handel und auch die Verbundgruppen immer noch ihre vermeintlich erfolgreiche eigene „Suppe“ kochen, ist die Automobilindustrie schon Meilen voraus was die Digitalisierung angeht. Bereits 2020 wird VW die Kunden mit einer Kunden-ID versehen, um sie mit sämtlichen digitalen Diensten versorgen zu können. Diese digitalen Dienste werden teilweise auch unternehmensübergreifend ausgelegt sein. Denn ein flächendeckendes Carsharing funktioniert ökonomisch und ökologisch eben nur, wenn es eine markenübergreifende Flotte gibt. Der Händler tritt in den Hintergrund – der heutige Handelsraum und wird letztlich nur noch Showroom sein.

Entsprechende Digitalisierungsstrategien sind z.B. dem technischen Handel noch fremd. Ganz im Gegenteil – das althergebrachte wird immer noch hochgehalten, obwohl das Verfallsdatum schon lange überschritten ist. Sogenannte „Metadatenkonzepte“ sorgen eher für Verwirrung. Die Mächtigkeit dieser Konzepte wird im Gegensatz zur Automobilindustrie nicht erkannt. Der große Vorteil und damit die Zukunft solcher Metadatenkonzepte liegt darin, dass –wie bei VW – mit ID (Identifier) gearbeitet wird. Somit werden statische Datenmodelle zu dynamischen Modellen. „Gesteuert“ wird ausschließlich über den Identifier der fest mit einer Person, einem Produktmerkmal verbunden ist. So hat das Merkmal Farbe ebenso einen einzigartigen Identifier wie die Ausprägung „rot“. Soll die Farbe Rot in Blau ersetzt werden, wird lediglich einmal der Identifier von Rot mit dem von Blau ausgetauscht. Eine Änderung – ein Klick – und sämtliche Datensätze, in denen Rot vorkommt werden entsprechend verändert. So lässt sich die Datenpflege in hohem Maße automatisieren. Die Datenpflege wird kostengünstig, extrem schnell und „fehlerresistent“, manuelle Eingriffe entfallen. Metadatenmodelle sind Voraussetzung für dynamische Stammdaten-Modelle. Alle digitalen Dienste erfordern Metadaten.


Beim technischen Handel z.B. sind die Produktinformationen für das Geschäft eine zwingende Grundlage. Übersetzen wir die VW-Strategie auf Produktinformationen, dann bedeutet dies, dass nicht nur die Händler eine ID bekommen werden, sondern auch jedes Element eines Produktstammsatzes. Somit können diese Produktinformationen z.B. von einem Hersteller an Händler ausgeleitet werden und zwar bedarfsbezogen, somit ist eine hohe Individualisierung von Produktinformationen ist möglich. Dies wird eine neue Dynamik in den Markt bringen. Letztlich werden Konzepte, wie Volumenbündelung durch diese Digitalkonzepte ersetzt werden. Im Vordergrund werden digitale Dienste stehen, die das Produktspektrum ergänzen. Alles lässt sich mit allem vernetzen. Für diese Vernetzung ist das oben genannte Metadatenkonzept zwingend. Verfügbarkeiten, Bedarfe werden via App kommuniziert. Das Geschäft rückt immer näher an den Endverbraucher, egal ob es sich um eine Maschine oder einen Menschen handelt. Technische Händler werden quasi zu Datenlotsen. Diese Entwicklung wird – getrieben durch den Dieselskandal – stark an Fahrt aufnehmen und wird die gesamte Wertschöpfungskette umfassen; es macht wenig Sinn, dies nur kundenzentriert auszurollen. Gleichermaßen werden die Lieferanten in dieses Konzept eingebunden. Eine ganzheitliche Betrachtung und eine unternehmensübergreifende Steuerung von Vorgängen wird die Zukunft sein. Natürlich werden auch die klassischen Baumärkte der Vergangenheit angehören.

Wenn in der Automobilindustrie Updates und oder Upgrades via App durchgeführt werden können, dann gilt diese natürlich auch für Wartung und damit für die Ersatzteile. Nur noch wenige Ersatzteile werden in den Lägern „liegen“. Die Händler werden einen großen Teil ihres heutigen Geschäftes verlieren, weil es einfacher ist, wenn der Bedarfsträger direkt vom Hersteller bedient wird. Die digitalen Dienste werden natürlich auch beim Hersteller selbst eingesetzt. Einzelbestellungen sind dann auch kein Problem mehr, da ein digitaler Dienst die produktionsbezogene Bündelung vornimmt –sofern diese überhaupt noch notwendig sein wird.

Der Handel braucht zwingend und schon heute ein Metadatenkonzept. Wer dieses nicht hat wird schon in den nächsten Jahren abgehängt werden. Wir unterstützen den Handel hierbei

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Die IFCC GmbH ist seit über zehn Jahren im Bereich Stammdaten tätig und eines der führenden deutschen Unternehmen zu diesem Thema: Produktdatenaufbereitung, Beratungsleistungen und eigens entwickelte IT rund um das Thema Daten gehören zu unserem Portfolio. Ob KMU oder Big Player, national oder international: Wir sorgen für Zukunftsfähigkeit in einem schnelllebigen Markt, in dem Datenqualität mehr und mehr zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal wird.

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