Oben ohne? Lieber nicht!

Endlich wieder Frühling – für viele Fahrradfahrer gibt das schöne Wetter mit milderen Temperaturen den Startschuss in die neue Fahrradsaison. Allerdings nicht oben ohne: Ein Fahrradhelm kann vor schweren Verletzungen schützen und sollte unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Fahrt sein – egal, ob kurz oder lang. Doch auch Helmträger sollten zum Saisonstart überlegen, ob ihr Kopfschutz weiter tragbar ist: Aufgrund der Materialalterung sind Helme nur begrenzt haltbar. Die meisten Hersteller empfehlen daher einen Austausch nach etwa fünf Jahren. Nach einem schweren Sturz muss er sogar sofort entsorgt werden. Worauf Radfahrer beim Kauf eines neuen Helms achten sollten, erklärt TÜV SÜD Produktspezialist Frank Wittmann.

Warum einen Helm tragen?

Bei rund einem Viertel der Fahrradunfälle ist der Kopf betroffen und diese Verletzungen sind meist die schwersten: Lebensgefährliche Blessuren betreffen zu über 70 % den Kopf. 2017 starben laut Statistischem Bundesamt 382 Fahrradfahrer in Deutschland, fast 80.000 wurden verletzt. Vor allem Pedelec-Unfälle haben stark zugenommen. Immerhin: Die Helmtragequote in Deutschland nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Allerdings schützen sich nach wie vor überwiegend Kinder, wohingegen die Tragequote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stark nachlässt. Über alle Altersgruppen hinweg tragen laut Bundesanstalt für Straßenwesen nur etwa 19 % den Kopfschutz. Dabei gibt es inzwischen eine große Vielzahl an Modellen und Farben für jeden Einsatzzweck und Geschmack.


Wann der Helm richtig sitzt

Ein Fahrradhelm muss passen, damit er schützt. Wichtig ist daher eine ausgiebige Anprobe. Dabei darf der Helm weder wackeln, noch drücken. Bei einem Sturz soll er möglichst wenig verrutschen können. Helme für Kinder sollen daher keinesfalls auf Zuwachs gekauft werden. Ein Test zeigt, ob der Kopfschutz richtig sitzt:

  1. Helm aufsetzen und in die Stirn ziehen (es sollte ein fingerbreit Platz über den Augenbrauen sein)
  2. Kopfweite mittels Drehknopf oder Schieber anpassen
  3. Kinngurt bleibt offen (aber nur bei diesem Test!)
  4. Wenn der Helm jetzt beim Kopfschütteln nicht rutscht und auch nicht herunterfällt, wenn man den Kopf deutlich nach vorne beugt, dann stimmen Passform und Einstellungen.

„Es ist wirklich wichtig, den Helm gewissenhaft anzupassen, so dass er richtig sitzt und möglichst wenig wackelt. Den Kinngurt vor jeder Fahrt schließen! Der beste Helm schützt nur wenig, wenn er zu locker am Kopf befestigt ist und dann beim Sturz verrutschen kann“, warnt der TÜV SÜD-Experte. Deshalb sollten Fahrradfahrer entweder keine oder nur sehr dünne Mützen unter dem Helm tragen.

Kinngurt immer schließen

Ob ihr Kinngurt einen Steck- oder Rasterverschluss hat, können Käufer nach ihrer Vorliebe wählen. Die richtige Weite ist eingestellt, wenn noch ein Finger zwischen Gurt und Kinn passt. Das Gewicht wird die Kaufentscheidung kaum beeinflussen, denn alle Helme wiegen heutzutage nur wenige hundert Gramm. Wer sportlich unterwegs ist und viel im Sommer fährt, sollte sich für einen Helm mit mehr und größeren Lüftungsschlitzen entscheiden. Auch ein Visier zum Schutz vor der Sonne ist sinnvoll. Insektengitter an den vorderen Lüftungsschlitzen verhindern Bienen- oder Wespenstiche unterm Helm. Weitere nützliche Features sind Reflektoren oder eine integrierte LED-Rückleuchte auf dem Helm. Letztere sollte jedoch nur als Ergänzung zu einer richtigen Fahrradbeleuchtung eingesetzt werden: Ein Rucksack oder eine Kapuze des Fahrers können das Helmlicht leicht verdecken oder es kann unbemerkt ausfallen, etwa durch schwache Batterien.

Helme für jeden Geschmack und Zweck

Damit ein Fahrradhelm regelmäßig getragen wird, sollte er seinem Besitzer auch optisch gefallen. Das gilt vor allem für Kinder, aber auch Erwachsene freuen sich über einen ansprechenden Helm. Inzwischen gibt es fast für jeden Zweck, Geschmack und Geldbeutel den passenden Fahrradhelm. Cityhelme sind meist schlicht, stabil und bieten hohen Tragekomfort bei klassischem Design, so dass sie sich auch mit dem Business-Outfit vertragen. BMX- und Mountainbike-Helme hingegen sind dagegen besonders robust und verfügen teilweise über einen Kinnschutz und zusätzliche Dämpfung. Doch egal, für welchen Helm sich Käufer letztendlich entscheiden: Wichtig ist, dass er den gängigen Sicherheitsanforderungen und Normen entspricht. Mit dem GS-Zeichen und dem TÜV SÜD-Oktagon können Käufer sicher gehen, dass der Kopfschutz die Europäische Norm EN 1078 erfüllt und auch die Herstellung überwacht wird. Die TÜV SÜD-Experten überprüfen neben vielen anderen Dingen beispielsweise das Stoßdämpfungsvermögen sowie Festigkeit und Wirksamkeit der Trageeinrichtung des Helms. Zum Beispiel müssen Fahrradhelme einen Sturz aus ca. 1,50 m Höhe auf einen flachen Untergrund und aus ca. 1,05 m auf eine Kante sicher überstehen.

Weitere Informationen zu TÜV SÜD-Produktprüfungen gibt es hier: https://www.tuev-sued.de/produktpruefung/branchen/konsumgueter/persoenliche-schutzausruestung

Über die TÜV SÜD AG

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 24.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuev-sued.de

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