DIHK: Ausbildung in der Corona-Pandemie sichern

Viele der mehr als 400.000 Ausbildungsbetriebe hierzulande befinden sich wegen der Corona-Pandemie in einer überaus schwierigen Lage. Dennoch müsse alles getan werden, um die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte sicherzustellen, mahnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) – und unterbreitet konkrete Vorschläge.

Kurzarbeit und Umsatzausfälle in der Corona-Krise treffen besonders Hotels und Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel, aber auch große Teile der Industrie. Vor dem Hintergrund fehlender Einnahmen und geschlossener Berufsschulen werde es "von Tag zu Tag schwieriger, Ausbildung aufrechtzuerhalten und Ausbildungsplätze für das kommende Ausbildungsjahr anzubieten", warnt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks.

Dabei wäre das dringend nötig. Denn nachdem die Krise überwunden ist, sind nicht nur die Betriebe mehr denn je auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, auch Schulabgänger und Azubis brauchen verlässliche Perspektiven. Damit das gelingt, haben DIHK und IHKs Vorschläge für einen 10-Punkte-Plan erarbeitet. Dabei ganz besonders wichtig: die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen zu vermeiden.


50.000 Ausbildungsplätze in der Lehrstellenbörse

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) setzen gemeinsam mit den Unternehmen alles daran, dass sämtliche Azubis ihre Ausbildung beenden könnten, versichert Dercks: "So werden wir über die gemeinsame Lehrstellenbörse der IHKs helfen, Azubis aus insolventen Unternehmen in andere Betriebe zu vermitteln."

In der Börse sind trotz der großen Unsicherheiten aktuell rund 50.000 Ausbildungsplätze gelistet. "Kurzfristig würde es den Ausbildungsbetrieben jetzt konkret helfen, wenn sie Kurzarbeitergeld für Azubis ohne Einschränkungen wie für Beschäftigte beantragen könnten", so Dercks.

"Die weitere Entwicklung der Angebote hängt ganz wesentlich von der Entwicklung der Pandemie und der wirtschaftlichen Situation in der zweiten Jahreshälfte ab", betonte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Wie diese zu Beginn des Ausbildungsjahrs aussehen werden, lässt sich derzeit für viele Branchen noch nicht sagen."

IHKs helfen mit digitalen Formaten bei Beratung und Vermittlung

Wichtiger denn je wird aus Sicht von Dercks in diesem Sommer eine gezielte Ausbildungsberatung und -vermittlung durch die Arbeitsagenturen. "Diese wollen die IHKs durch digitale Formate wie etwa Speed-Datings per Skype unterstützen."

Die Zahlung eines Ausbildungsbonus für Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen, könne ein zusätzlicher Baustein sein. Dercks: "Die Partner in der Allianz für Aus- und Weiterbildung werden diese und weitere Vorschläge in den kommenden Wochen beraten und gemeinsam weiterentwickeln."

Die Vorschläge finden Sie im Anhang.

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