Wir sind wieder da – wo seid Ihr?

Die Nachrichten der letzten Tage klingen positiv. Reisen ist in allen Bundesländern wieder erlaubt und Hotels an Nord-und Ostsee melden eine hohe Nachfrage. Campingplätze – Einschränkungen hin oder her – sind ebenfalls wieder gut gebucht. Stellt sich die Frage warum Hostels noch zu großen Teilen frei bleiben.

Beispiel Schwedeneck an der Ostsee. Hier empfängt das Peanuts Hostel & Meer seit dem 18. Mai offiziell wieder Gäste. Stand 27. Mai gab es bisher lediglich zwei Buchungen. Normalerweise beginnt hier im Mai die Saison. In diesem Jahr haben die Gruppen, meist Familien die das Haus als Selbstversorger für größere Familientreffen komplett mieten, alle absagen müssen. Kontaktbeschränkung. Aber auch Einzelreisende, Paare und Familien scheinen sich noch nicht wieder in Unterkünfte mit Gemeinschaftsflächen zu trauen. Dabei werden auch hier alle Hygienemaßnahmen umgesetzt, wenn auch leider zu Lasten der typischen Hostelatmosphäre.

Wir haben die Tische aus der Gemeinschaftsküche in die Zimmer verteilt, so kann man sich in der Küche sein Frühstück zubereiten, auf den neu angeschafften Tabletts anrichten und dann im Zimmer oder im Garten essen. Es ist natürlich schade, wenn so das eigentlich reizvolle am Hostelurlaub, nämlich der unkomplizierte Kontakt zu anderen Gästen, auf der Strecke bleibt. Aber gerade im Garten kann man sich bei uns mit Abstand und viel frischer Luft trotzdem kennen lernen und Urlaubstipps austauschen“, berichtet Silke Scheid, die Inhaberin des Hostels im wenig bekannten Schwedeneck an der Eckernförder Bucht. Und ergänzt: „Schwedeneck selbst gehört für mich derzeit zu den besten Urlaubsgegenden, wenig Tourismus, keine Hotels und viel Platz an den Stränden. Kein Vergleich zu den bekannteren Ostseebädern, an denen es an den Promenaden schon wieder eng wird.“


Philipp Schäfer, Vorsitzender der „Independent Hostels of Germany e.V.“ – einem Verein, in dem sich über 50 Hostels in Deutschland zusammengeschlossen haben, sieht ein Problem in der großen Verunsicherung der potentiellen Hostelgäste:

„Wir sind in diesem Jahr auf Gäste aus Deutschland angewiesen, der Rucksacktourist aus dem Ausland wird dieses Jahr die Ausnahme sein. Urlaub im eigenen Land ist ja fast die Einzige Möglichkeit und Hostels sind da bisher einfach nicht so bekannt. Wahrscheinlich fällt einem dann erst mal die „sichere“ Ferienwohnung ein, oder der Campingplatz mit eigenem Zelt und viel frischer Luft.“

Schäfer betreibt gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Susanne Streitenberger das Instant Sleep Hostel in Hamburg, eines der ältesten Hostels der Stadt. In den letzten Wochen haben sie renoviert und alle Zimmer mit eigener Essecke ausgestattet, sich auf die neue Zielgruppe vorbereitet. Nur wissen die Familien noch nichts davon.

So wie uns geht es fast allen Hostels in unserem Verein. Vereinzelte Gäste kommen zwar vorbei, aber das reicht bei weitem nicht aus, um die nächsten Monate zu überleben. Die ersten Hostels mussten schon aufgeben, einige haben sich verkleinert oder überlegen sich komplett umzustellen z.B. auf Langzeitvermietung. Es wäre schon schade, wenn diese vielen tollen und individuellen Herbergen verschwinden würden. Das ist ein bisschen wie mit den viele kleinen Cafes und Clubs. Die machen doch eine Stadt oder ein Viertel erst aus.“

Die Mitglieder des Vereins haben sich in den letzten Wochen auch viele Gedanken zu den Hygienekonzepten gemacht, sich ausgetauscht und versucht Lösungen für die jeweiligen Vorgaben der Landesregierungen zu finden. Da diese teils sehr unterschiedlich sind ist es schwer ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, aber der Austausch untereinander hat bei der Vorbereitung auf die Wiedereröffnungen geholfen. Aktuell wird überlegt, ein offizielles Hygienesiegel zu erwerben.

„Wir wissen zwar, dass wir die Hygienevorschriften erfüllen und sich unsere Gäste bei uns keine Sorgen um eine Ansteckung machen müssen, aber die Gäste brauchen da vielleicht auch noch mehr Sicherheit, die ihnen so ein Siegel vermitteln kann“, so Schäfer.

Bis es soweit ist können sich Gäste aber auch direkt bei den jeweiligen Hostels informieren. Zu hoffen ist, dass dann dem Urlaub im eigenen Land keine Bedenken mehr im Wege stehen.

Eine Liste der Independent Hostels of Germany e.V. finden Sie unter

www.german-hostels.de

 

Über den Independent Hostels of Germany e.V.

Die Independent Hostels of Germany sind ein Netzwerk privater unabhängiger Hostels aus ganz Deutschland.

Jedes Network-Hostel bietet preisgünstige Übernachtung in zentraler Lage in hervorragender Qualität mit einem klarem Fokus auf unabhängig reisende Gäste.

Unsere Hostels sind preiswerter als Hotels, lustiger als Jugendherbergen und haben mehr Charakter als die großen Kettenhostels.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Independent Hostels of Germany e.V.
Hedwigstraße 8
04315 Leipzig
Telefon: +49 (174) 7353086
http://www.german-hostels.de

Ansprechpartner:
Mario Sonntag
Geschäftsführer
E-Mail: office@german-hostels.de
Silke Scheid
Presse
E-Mail: office@german-hostels.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel