Oracle ULA – All you can eat!

Seit ca. 2006 verkauft Oracle die Oracle ULAs (Oracle Unlimited License Agreement). Wir haben uns die Mühe gemacht und einmal nachgerechnet:

Seit Gründung von ProLicense in 2009 haben wir unseren Mandanten in 124 Fällen geholfen, bei denen es um Oracle ULA ging – Neuverhandlung, Zertifizierung oder Verlängerung einer bestehenden ULA. (Case Study: 50% Kostenersparnis bei Oracle ULA https://www.prolicense.com/fileadmin/user_upload/content/documents/case_studies/ProLicense_Case_Study_ULA_Support-Optimierung.pdf)

Was ist bei ULAs insbesondere zu beachten?


Es ist ein komplexes Vertragswerk und muss zur individuellen Kundensituation passen. Ohne den Anspruch an Vollständigkeit, möchten wir aber die wichtigsten Aspekte nennen, die man bei der ULA grds. bedenken sollte:

1. Ist der Preis fair?

Erinnert Euch: Ihr habt bereits Lizenzen für Euren Bestand. Der faire Preis wird anhand des erwarteten Lizenzwachstums bemessen. Hier ist zu bedenken, ob Ihr durch lizenzsparsame Architekturen überhaupt starkes Wachstum haben werdet.

2. Wer ist von der ULA abgedeckt?

Die Kundendefinition ist eines der wichtigsten Verhandlungsparameter. Steht diese erst einmal fest, so ist Oracle während des Deploymentzeitraums unter vereinbarten Bedingungen bereit diese zu erweitern. Danach blocken sie aber meistens. Wenn Ihr also eine ULA zertifiziert und dann 3 Monate später eine neue Unternehmenstochter bekommt, und sei es nur durch Reorganisation, so wird diese nicht abgedeckt sein. Wenn die neue Tochter dann auf die allgemeinen Unternehmensserver zugreifen soll, habt Ihr ein großes Thema. Die müsste dann die entsprechende Infrastruktur noch einmal lizenzieren.

3. Zertifizierung = Audit = Risiko!

Am Ende des Deploymentzeitraums prüft Oracle den Lizenzbestand. Hierbei ist Obacht geboten. Wenn Ihr Oracle mit Skripten vermessen lasst, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Oracle Produkte findet, die Ihr nicht unter Lizenz habt. Gegebenenfalls laufen sie sogar in einer VMware-Umgebung mit, was sehr teuer werden kann. Hier ein Tipp: Lest den Vertrag sorgfältig: Mehr als eine Selbstauskunft zum Lizenzbestand habt Ihr nicht vereinbart.

4. Public Cloud – Nutzung?

Hier wird es abenteuerlich. Während des Deploymentzeitraums ist dies Nutzung durch die ULA abgedeckt. Bei der Zertifizierung hingegen nicht. Das heißt, dass Ihr automatisch in die Non-Compliance rutscht, wenn Ihr keine Folge-ULA vereinbart oder Euren IT-Betrieb umstellt.
Eine Legaldefinition von Public Cloud wird von Oracle nicht angeboten. Oracle subsummiert letztlich viel mehr unter diesem Begriff, als Euch lieb sein kann. Also versucht bei den Verhandlungen diesen Begriff zu definieren. Das kann Euch viel Flexibilität am Ende der Laufzeit und bares Geld sparen.

5. Mangelndes Lizenzmanagement!

Es kommt immer wieder vor: Viele Kunden verstehen die ULA als Freifahrtschein den Lizenzeinsatz für ein paar Jahre nicht mehr zu managen. Das ist gefährlich.

Ihr verzichtet auf die Möglichkeit strategisch Euren Lizenzbestand über die Jahre aufzupumpen, um dann nach Ende der Laufzeit auf Jahre nichts mehr zu benötigen.

Sehr häufig werden Capped Produkte oder gar nicht lizenzierte Produkte „übernutzt“. Besonders oft geschieht dies in virtuellen Umgebungen. Wenn Oracle das am Ende feststellt, kann es extrem teuer werden.

Die ULA kann Euch erhebliche Vorteile bringen. Aber schließt sie mit Bedacht und mit einem sinnvollen Deploymentplan ab. Bitte verabschiedet Euch von dem Gedanken, dass Ihr mit einer ULA die Oracle-Umgebungen nicht mehr lizenzseitig managen müsst.

Mehr zum Oracle ULA Lizenzmanagement erfahrt Ihr hier:

https://www.prolicense.com/…

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