Von Ost nach West: Einmal quer durch die Bundesrepublik

Der Markt an Software-Experten ist leergefegt. Das pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Gut beraten ist, wer sich selber helfen kann. Das Dresdner IT-Unternehmen Stella Systemhaus hat eine Software entwickelt, die genau das im Blick hat. Damit können die Anwender in den Unternehmen komplexe Lösungen in kurzer Zeit und ohne Programmierkenntnisse selbst aufbauen und weiterentwickeln. Das ist ziemlich einmalig. Jetzt ist Stella 30 Jahre alt geworden.

Seine Wurzeln hat Stella im Forschungszentrum der Dresdner Flugzeugwerft. Als es nach 1990 abgewickelt wurde, mussten sich die Entwicklungsingenieure um Stella-Geschäftsführer Dr. Gerd Staudinger umorientieren. Der Anfang war für sie alles andere als leicht: „Bis dahin haben wir zum Beispiel den Leitstand für eine automatische Fabrik gebaut – auf Top-Weltniveau“, berichtet Staudinger. All dieses Wissen habe plötzlich niemanden mehr interessiert. In den Westen gehen wie so viele wollten die sieben Gründer von Stella jedoch nicht. Also begannen sie zunächst damit, Microsoft-Programme an öffentliche Verwaltungen zu verkaufen. Bei dieser Gelegenheit knüpften sie Kontakte zu IT-Verantwortlichen in den Ministerien und boten ihnen an, für sie zu programmieren. Mit Erfolg.

Erster Auftrag nach der Wende:
elektronisches Posteingangsbuch

An den ersten Auftrag, ein elektronisches Posteingangsbuch, entsinnt sich Staudinger noch sehr gut. Die Landesbehörden hätten damals sämtliche Stellen neu ausgeschrieben – die Bewerbungen seien waschkörbeweise im Finanzministerium eingegangen und auf die einzelnen Ministerien verteilt worden. „Der Gau war, als Bewerberin X zu ihrem Bewerbungsschreiben einen zweiten Brief mit ihrem Passbild schickte“, erzählt der Stella-Chef mit einem Schmunzeln. Denn niemand habe gewusst, in welchem Ministerium der erste Brief gelandet war. Auf ein gelöstes Problem folgte ein neues und so kam es, dass die Gründer von Stella nach dem Posteingangsbuch eine Aktenverwaltung entwickelten und danach eine Dokumentenverwaltung (DMS). Sie programmierten für Sachsens Sozial- und das Landwirtschaftsministerium eine Software für die Fördermittelverwaltung sowie für das Wirtschafts- und das Finanzministerium eine Dokumentenverwaltung. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda wurden Ministerien in anderen Bundesländern auf Stella aufmerksam. So arbeitete sich das Unternehmen vom Osten in den Westen vor. Es folgten u.a. ERP-Lösungen für Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, das erste DOMEA-zertifizierte DMS-System überhaupt und eine elektronische Verschlusssachen-Registratur für das Bundeskriminalamt in Wiesbaden. „Eines haben wir immer gemacht: den Leuten im Unternehmen genau zugehört und die neue Software solange angepasst, bis sie wirklich zufrieden waren“, bringt Staudinger, der selbst Entwickler ist, die Firmenphilosophie von Stella auf den Punkt.

Dennoch, die Software-Lösungen bargen ein Problem, das allen herkömmlichen IT-Lösungen eigen ist: Die Entwickler von Stella mussten die Systeme immer wieder an die individuellen Gegebenheiten der Anwender anpassen. „Die unterschiedlichen Versionen der verschiedenen Nutzer zu verwalten, war jedoch nur mit hohem organisatorischen Aufwand händelbar“, erklärt der Geschäftsführer. Zweite Schwierigkeit sei gewesen, dass Stella auch das Prozesswissen der Anwender, also z.B. die Verwaltungsvorschriften, immer auf dem neuesten Stand halten musste.

Excel-Kenntnisse reichen aus,
um mit G2 arbeiten zu können

Die Erfahrung von Stella war damals zudem, dass die Anwender in den Unternehmen und Verwaltungen naturgemäß eine andere Fachsprache sprechen als IT-Experten. „Sie müssen ihnen aber bis ins Detail erklären können, was sie benötigen und auch an Selbstverständlichkeiten denken – schwierig angesichts der komplexen Prozesse in einer Firma“, erklärt der Stella-Chef. Guter Rat sei teuer gewesen. Was nachgeliefert werden müsse, gehe richtig ins Geld. Das sei das eine. Zum anderen würden sich Fachanwender komplizierte Excel-Lösungen bauen, um unabhängig von der IT zu sein.

Dass die Betriebe bevorzugt mit Office-Produkten arbeiten, liegt Staudinger zufolge daran, dass es sich bei Excel & Co. um generische, also überall einsetzbare flexible Software-Lösungen für jedermann handelt. Damit seien die Mitarbeiter schnell, benötigten keine Programmierkenntnisse und könnten doch selbstständig arbeiten. „Der Nachteil ist aber: Die Daten liegen bei Office-Lösungen nicht auf einem zentralen Datenbankserver“, erläutert der Geschäftsführer.

Die IT-Sorgen der Anwender und die eigenen Probleme mit den Branchenlösungen brachten Stella Systemhaus damals auf eine Idee. „Wir haben uns gesagt: Gib den Mitarbeitern eine IT-Technologie in die Hand, bei der die Daten zentral auf einem Server liegen und die sie selbst ohne Programmierkenntnisse betreiben und weiterentwickeln können“, erklärt Sprecherin Katrin Richter. Die No-Code-Technologie G2 war geboren. „Bei G2 befinden sich die Firmendaten vollständig und revisionssicher auf einem zentralen Datenbankserver“, informiert sie. Um damit arbeiten zu können, reichten Excel-Kenntnisse aus. Der große Vorteil sei, dass die Mitarbeiter ihre gewohnten Office-Lösungen weiter nutzen könnten. Die Software G2 sei in der Lage, alle vorhandenen Office-Lösungen „anzuzapfen“, die entsprechende Schnittstellen haben.

Geschäftsführer: „Verwaltung baut sich
,heißeste‘ Applikation des Landes selber“

„Auch heute verarbeiten die meisten klein- und mittelständischen Unternehmen ihre Daten mit Office-Lösungen wie Excel, Access oder Project“, sagt Staudinger. Er und seine Mitarbeiter haben die G2-Technologie inzwischen so weiterentwickelt, dass beliebig komplexe Prozesse in einer Firma (ERP, CRM, DMS etc.) einheitlich und übersichtlich abgebildet werden können – von der Verwaltung von Störungsmeldungen bis hin zur Steuerung ganzer Beschaffungsprozesse.

Die Verwaltung des Saarlandes beispielsweise arbeitet bereits seit 2006 mit dieser Technologie. Die Ministerien dort nutzen G2 für die Fördermittelverwaltung – und zwar landeseinheitlich. Dabei handelt es sich um eine äußerst komplizierte Angelegenheit. „Die Verwaltungsmitarbeiter bauen sich also die ,heißeste Applikation‘ des Landes selber“, sagt Geschäftsführer Staudinger. G2 müsse funktionieren – wenn nicht, bekomme das Saarland kein Geld von der EU. Zudem werde regelmäßig aller zwei Jahre durch eine unabhängige Zertifizierung geprüft, ob G2 den strengen Anforderungen genügt.

Eins steht für Staudinger fest: „Die Mitarbeiter in den klein- und mittelständischen Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre MS Office-Lösungen auf einen sicheren Datenbankserver zu heben und damit ohne Programmierkenntnisse selbstständig weiterzuarbeiten – diesen Weg wollen wir weitergehen.“

www.stella-systemhaus.de

Über Stella Systemhaus GmbH Dresden

Seit 1991 entwickeln wir Software für Behörden, Forschungsinstitute und Unternehmen aller Größenordnungen. Neben großen internationalen Firmen wie Microsoft gehören wir zu den wenigen kleinen Firmen, die einen Rahmenvertrag mit der Bundesrepublik geschlossen haben. Zunächst haben wir Software für die Fördermittel- und die Dokumentenverwaltung sächsischer Ministerien programmiert. Es folgten u.a. ERP-Lösungen für Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, das erste DOMEA-zertifizierte DMS-System überhaupt und eine elektronische Verschlusssachen-Registratur für das Bundeskriminalamt in Wiesbaden. Seit 2006 haben wir mit der IT-Technologie G2 eine ausgereifte No-Code-Software am Start. Damit sind die Anwender in der Lage, komplexe Lösungen in extrem kurzer Zeit und ohne Programmierkenntnisse selbst aufzubauen und weiterzuentwickeln.

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