Interoperabilität ist Führungsaufgabe
Bereits in den ersten Diskussionen unter Themencaptain Prof. Dr. Djordje Nikolic zeigt sich: Interoperabilität darf nicht ausschließlich als IT-Projekt behandelt werden. Sie gehört auf die Agenda der Geschäftsführung, weil Entscheidungen über Datenstrukturen, Schnittstellen und Zusammenarbeit die gesamte Organisation betreffen. Erst wenn Informationen verlässlich zusammengeführt und genutzt werden können, lässt sich das Potenzial solcher Anwendungen im Versorgungsalltag ausschöpfen. Ein spannendes Beispiel liefert Stefanie Englbrecht als Geschäftsbereichsleitung Digitalisierung & IT an den Kliniken Südostbayern & Innklinikum: Hier wird die „Ambient-Listening-Lösung“ märz DocAssist zukünftig mehrere Stationen im Zusammenspiel mit den märz Mobilen entlasten.
Sichere Infrastruktur beginnt bei den Grundlagen
Ein einzelner Zugang kann zum Einfallstor für ein ganzes Kliniknetz werden. Darauf lenken die Teilnehmenden des zweiten Panels mit Martin Tschirsich den Blick: Sind Administratorrechte zu weit gefasst und Netzwerke nicht ausreichend segmentiert, können sich Angreifer nach einem ersten Zugriff leichter innerhalb der IT-Umgebung bewegen. Kliniken sollten deshalb nicht nur akut auf neue, teils KI-gesteuerte, Bedrohungen reagieren, sondern vor allem ihre Angriffsfläche durch grundlegende Schutzmaßnahmen verringern. Damit ist Cybersecurity eine weitere wichtige Säule im Krankenhausumfeld und muss von Anfang an Teil der Infrastrukturplanung bilden.
Finanzierung braucht Mut und Unterstützung
Sichere Infrastruktur, interoperable Daten, die Integration neuer Anwendungen: All das kostet Geld. Wie können Krankenhäuser investieren, wenn ihre wirtschaftlichen Spielräume eng sind? Doch wer seine eigenen Handlungsspielräume kennt und prüft, kann oft mehr bewegen, als zunächst denkbar erscheint. Dabei kann vor allem fachliche Unterstützung und eine detaillierte Vorbereitung auf entscheidende Finanzierungsgespräche den Unterschied machen. Auch der Vergleich verschiedener Finanzierungsangebote kann helfen, passende Konditionen für ein Vorhaben zu finden, sind sich die Gesprächspartner des dritten Panels mit Prof. Dr. Kai Wehkamp einig.
Der März Zukunfts-Dialog 2026 zeigt damit nicht nur technologische Perspektiven auf, sondern formuliert eine gemeinsame Aufgabe: Grundlagen schaffen, Entscheidungen treffen und den Wandel weiter vorantreiben. Kleine Impulse können viel auslösen, wenn Industrie und Anwender Verantwortung für ihre Umsetzung übernehmen.
Weitere Eindrücke vom März Zukunfts-Dialog 2026 finden Sie hier: https://maerz-network.de/zukunfts-dialog-2026
Interessenten können sich schon den nächsten Termin zur kostenfreien Veranstaltung vormerken: Der März Zukunfts-Dialog 2027 findet am 1. Oktober statt.
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