Das Festival findet im Rahmen der 83. Internationalen Filmfestspiele der Biennale di Venezia statt. Aus über 3.000 eingereichten Kurzfilmen aus 76 Ländern schafften es zehn Produktionen in die letzte Runde. Die Finalisten stehen im Mittelpunkt der Preisverleihung, die Reply gemeinsam mit Mastercard am Sonntag, dem 6. September, in der Match Point Arena des Tennis Club Venezia auf dem Lido veranstaltet. Wettbewerb und Preisverleihung rücken neue Formen des filmischen Erzählens in den Fokus und bringen aufstrebende Talente, technologische Innovationen und kreative Visionen zusammen.
Die Gewinner werden von einer internationalen Jury unter dem Vorsitz des Oscar®-prämierten Regisseurs und Drehbuchautors Gabriele Salvatores ausgewählt. Teil der Jury sind außerdem Rob Minkoff, Co-Regisseur von „Der König der Löwen“, Catherine Hardwicke, Regisseurin des Welterfolgs „Twilight“, Jed Weintrob, Regisseur und Partner bei 30 Ninjas, Giacomo Mineo, VFX-Supervisor für Produktionen wie „Oppenheimer“ und „The Odyssey“ von Christopher Nolan, Jacopo Reale, Gewinner des Reply AI Film Festivals 2025, sowie Christina Lee Storm, vielfach prämierte Filmproduzentin und ehemalige Führungskraft bei DreamWorks Animation und Netflix, die heute als Head of Studio bei Secret Level tätig ist. Zum Gremium zählen darüber hinaus Nils Hartmann, Executive Vice President von Sky Studios Italia und Produzent erfolgreicher Serien wie „Gomorrha“, „The Young Pope“ und „ZeroZeroZero“, Brian Welk, Filmjournalist bei IndieWire, Denise Negri, Filmjournalistin bei Sky Italia, Filippo Rizzante, Chief Technology Officer von Reply, sowie Guillem Martinez Roura, AI & Robotics Lead bei der UN-Initiative „AI for Good“, die sich für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zum gesellschaftlichen Nutzen einsetzt.
Neben dem Preis für den besten Kurzfilm vergibt die Jury zwei Sonderpreise für Werke, die sich durch ihren besonderen Einfluss und ihre innovative Anwendung von KI auszeichnen: Der „AI for Good Award“, der in Zusammenarbeit mit der International Telecommunication Union (ITU) verliehen wird, würdigt den Kurzfilm, der die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) besonders überzeugend interpretiert. Der „Reply AI Studios Grand Prix“ wird an das Projekt verliehen, das während des gesamten kreativen Prozesses die höchste Innovationskraft und Exzellenz beim Einsatz von KI zeigt.
Die eingereichten Beiträge wurden anhand der Kriterien Kreativität, Produktionsqualität und KI-Einsatz in allen Phasen der Filmproduktion – vom Drehbuch bis zur Postproduktion – ausgewählt. Die zehn Finalisten sind:
„A Face Only A Mother Could Love“ von Robert Gaudette (Regisseur / KI-Filmemacher, Kanada):
Als einsamer Tänzer in Paris ist Marcel fest von seiner eigenen Schönheit überzeugt. Sein zurückgezogenes Leben verändert sich, als eine Frau, die ihn über Jahre hinweg heimlich beobachtete, ihn eines Tages in einem Park anspricht. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Verbindung. Für die visuelle Umsetzung des Drehbuchs kamen Grok, Nano Banana und Seedance zum Einsatz. KI war die einzige Möglichkeit, das Drehbuch kostengünstig ohne Schauspieler und Filmteam zum Leben zu erwecken.
„Centenarian Kindergarten“ von 2xLabs (Designstudio / Visual Artists, China):
In einer dystopischen Zukunft des Jahres 2090 liegt die Geburtenrate bei null. Vier Hundertjährige fliehen aus einer sterilen Einrichtung, in der KI-gesteuerte Betreuungssysteme die Bewohner wortwörtlich zum Glück zwingen. Auf der Suche nach Freiheit kämpfen die vier darum, ihre menschliche Unvollkommenheit und damit ein Stück ihrer Identität zurückzugewinnen. Mithilfe von Nano Banana Pro und Jimeng SeedAce 2.0 überwand 2xLabs finanzielle Hürden. So ermöglichte KI es etwa, gealterte Haut in synthetischen Umgebungen realistisch darzustellen – ganz ohne teure futuristische Kulissen oder aufwendige Prothesenmasken.
„GO HOME“ von Simone Paradiso (Regisseur / KI-Filmemacher, Italien):
New York, 1999: Vier Jugendliche entdecken einen verborgenen Militärbunker und geraten in ein Science-Fiction-Abenteuer voller Geheimnisse, Angst und einer rätselhaften Verbindung zu einem Mädchen aus ihrer Gruppe. Das Produktionsteam meisterte praktische und finanzielle Herausforderungen, indem es Higgsfield Soul Cinema, GPT Image 2.0 und Seedance 2.0 nutzte. So ließen sich aufwendige Schauplätze der 1990er-Jahre sowie riesige unterirdische Militäranlagen mit einem kleinen Team realisieren und gleichzeitig den kreativen Entwicklungs- und Überarbeitungsprozess beschleunigen.
„Kev“ von Mike Bennion (Regisseur, Großbritannien):
Der Kurzfilm gewährt einen persönlichen Einblick in das Leben des blinden Kevs und zeigt Menschen, Beziehungen und Dinge, die seinen Alltag prägen. Dabei setzte Mike Bennion Midjourney, Nano Banana, Kling, Veo 3 und ElevenLabs ein, um den sehr persönlichen Film trotz begrenzter finanzieller Mittel zu realisieren.
„Le Drip“ von Alex Naghavi & Ezra Li (Visual Artists / Regisseure, Australien und USA):
Der animierte Kurzfilm erzählt mit seiner malerischen Ästhetik den letzten Tag der Menschheit anhand von Ölgemälden, die zum Leben erwachen, und macht dabei die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen sichtbar. Die Produktion entstand überwiegend mit Flora sowie Nano Banana, Claude, Seedance und Runway. KI verkürzte die Zeit für die aufwendige malerische Animation um ein Vielfaches und machte diese außergewöhnliche Bildsprache auch für unabhängige Filmschaffende zugänglich.
„Little Mes“ von Salad Collective (Creative Studio / Regisseure, Spanien):
Ein innerer Monolog begleitet eine Figur durch verschiedene, parallel existierende Lebenswege und mögliche Zukünfte. Im Mittelpunkt des Kurzfilms steht die Spannung zwischen dem tatsächlich gelebten Leben und den vielen anderen Wegen, die ebenfalls offenstanden. Für die Produktion wurden Kling, Veo 3.1, Seedance und Suno verwendet. KI war das zentrale Medium und sorgte für einen kontinuierlichen Experimentierprozess, um neue Formen des filmischen Erzählens zu erforschen.
„Once Upon a Time on the Dnieper River“ von Yi Wang (China):
Vor dem Hintergrund des russisch-ukrainischen Konflikts im Jahr 2026 erzählt der Film die Geschichte eines Soldaten, der sich am Ufer des Dnipro verirrt und auf eine außergewöhnliche wie gefährliche Mission geschickt wird. Für die Bildgenerierung kam Nano Banana zum Einsatz, für die Videoproduktion Dreamina und Vidu. So ließen sich komplexe moderne Kriegsszenen und nuancierte Dialoge umsetzen, deren Realisierung mit herkömmlichen Produktionsmethoden aufgrund begrenzter Ressourcen schwierig gewesen wäre.
„Passenger“ von Yuanbo Song (Regisseur und KI-Filmemacher, China):
Die Tsunami-Überlebende Mira restauriert die Skulpturen ihrer Eltern. Kurz vor einem verheerenden Erdbeben werden diese von einem mysteriösen Eindringling zerstört. Erst später stellt sich heraus, dass dieser sie in Wirklichkeit retten wollte. Runway Gen 4.5, Higgsfield, Seedance 2.0 und Kling 3.0 waren entscheidend für die effiziente Umsetzung der groß angelegten Katastrophenszenen und zerstörten Stadtlandschaften. Dadurch reduzierte sich der Zeit- und Kostenaufwand im Vergleich zu klassischen Spezialeffekten und CGI-Workflows deutlich.
„The Child of the Sea“ von Ibai Abad (Regisseur und Stop-Motion-Künstler, Spanien):
Im Spanien des 17. Jahrhunderts begibt sich ein Junge mit fischartigen Zügen auf eine Reise, um seine Mutter wiederzufinden. Dabei begegnen ihm Spott, Angst und Ausgrenzung. Der Film setzt sich mit den Themen Anderssein, Zugehörigkeit und Akzeptanz auseinander. Für die Produktion kombinierte der Künstler Magnific und menschliche Nachbearbeitung. Entsprechend fungierte KI als Produktionsassistent und trug dazu bei, eine detailreiche Stop-Motion-Welt zu erschaffen, die mit traditionellen physischen Methoden weder technisch noch finanziell realisierbar gewesen wäre.
„Website“ von Jiaze Li (Regisseur und Künstler für interaktive Medien, China):
Der spekulative Science-Fiction-Film präsentiert eine Plattform, die Ereignisse aus anderen Welten überträgt, die zuvor als unmöglich galten. Allein das Zuschauen verändert dabei die Realität und beeinflusst die Kultur. Veo 3, Runway, Kling und Seedance 2 sowie eine interaktive Webentwicklung erweiterten den Produktionsprozess und schufen ein immersives Erzählerlebnis.
Auch in diesem Jahr ist die Öffentlichkeit wieder eingeladen, in der Jury mitzuwirken. Bis zum 1. September können Zuschauer die zehn Kurzfilme der Finalrunde auf aiff.reply.com und WeShort ansehen und für ihren Favoriten stimmen. Damit bestimmen sie den Gewinner des Community-Preises mit, der in Zusammenarbeit mit WeShort verliehen wird.
Das Reply AI Film Festival ist Teil der Reply Challenges, einem Programm aus Technologie- und Kreativwettbewerben, mit dem Reply innovative Bildungsmodelle fördert und junge Menschen für Zukunftsthemen begeistert. Die Community zählt inzwischen rund 250.000 Teilnehmer weltweit.
Sky Italia begleitet das Reply AI Film Festival als Medienpartner und stärkt damit die Positionierung des Wettbewerbs im internationalen Medien- und Entertainment-Umfeld.
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