Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines intelligenten Energiemanagementsystems, das inaktive Server automatisiert erkennt, sicher herunterfährt und bei Bedarf wieder aktiviert. Hintergrund ist der hohe Energieverbrauch ungenutzter Server: Schätzungen zufolge gelten rund 30 Prozent aller Server in deutschen Rechenzentren als sogenannte „komatöse“ Systeme, die trotz fehlender Nutzung dauerhaft Strom verbrauchen.
Das geplante System setzt auf einen modularen Aufbau und besteht aus einem zentralen Applikationsserver, einer grafischen Weboberfläche, einer Bridge für die Kommunikation in abgeschotteten Netzwerken sowie lokalen Agenten, die den Status der Server überwachen und Steuerbefehle ausführen. Mithilfe definierter Regeln, Servicezeiten und Nutzungsmuster werden ungenutzte Serverinstanzen identifiziert und kontrolliert heruntergefahren, ohne den laufenden IT-Betrieb zu beeinträchtigen.
Mit EMSIS entsteht eine Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, den Energieverbrauch ihrer IT-Infrastruktur deutlich zu reduzieren und gleichzeitig bestehende Serverlandschaften effizienter zu betreiben. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in Rechenzentren und unterstützt Unternehmen dabei, steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Klimaschutz wirtschaftlich umzusetzen.
„Das sind großartige Nachrichten für unser DiNa-Netzwerk: Die Bewilligung von EMSIS zeigt, dass förderfähige Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit weiterhin möglich sind, auch wenn das Thema in den vergangenen zwei Jahren etwas an Momentum verloren hat. Das Projekt verbindet technologische Innovation mit einem konkreten Beitrag zur Energieeffizienz und setzt damit ein wichtiges Signal für nachhaltige Digitalisierung“, freut sich Janek Götze, Projektleiter der ZIM-Innovationsnetzwerke beim BITMi.
Der BITMi wünscht allen Projektpartnern eine erfolgreiche Zusammenarbeit und blickt gespannt auf die Ergebnisse des Projekts, das einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren und ressourcenschonenderen IT-Infrastruktur leisten wird.
Unternehmen, die Interesse haben, ihre eigenen digitalen Innovationen fördern zu lassen, können sich aktiv in die ZIM-Innovationsnetzwerke des BITMi einbringen. Aktuell bestehen Netzwerke unter anderem zu den Themen Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Interessierte Unternehmen können sich hierzu direkt an Projektleiter Janek Götze wenden.
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