Ein standortübergreifendes Bestandsmanagement schafft die Grundlage, um Materialverfügbarkeiten zentral zu überwachen, Bestandsbewegungen nachzuvollziehen und die Versorgung verschiedener Produktionsstätten besser aufeinander abzustimmen. Besonders für international tätige Fertigungsunternehmen und Zulieferbetriebe mit mehreren Werken gewinnt diese Transparenz an Bedeutung.
Unterschiedliche Lagerprozesse erschweren die Bestandsführung
In gewachsenen Produktionsnetzwerken arbeiten Standorte häufig mit unterschiedlichen Buchungsprozessen, Artikelbezeichnungen oder IT-Systemen. Während ein Werk Materialentnahmen unmittelbar digital erfasst, dokumentiert ein anderes seine Lagerbewegungen zunächst in Excel-Listen.
Die Folgen zeigen sich besonders bei standortübergreifenden Materialanforderungen:
- Bestandsinformationen sind nicht einheitlich verfügbar.
- Artikel werden mehrfach angelegt oder unterschiedlich bezeichnet.
- Umlagerungen zwischen Werken lassen sich nur eingeschränkt verfolgen.
- Sicherheitsbestände werden unnötig hoch angesetzt.
- Fehlende Transparenz erschwert die Produktionsplanung.
Eine gemeinsame Datenbasis kann diese Probleme reduzieren. Voraussetzung sind allerdings einheitliche Artikelstammdaten, definierte Lagerstrukturen und verbindliche Buchungsprozesse.
Wie funktioniert standortübergreifendes Bestandsmanagement?
Bei einem zentralisierten Bestandsmanagement werden Lagerbewegungen verschiedener Produktionsstandorte in einer gemeinsamen Softwareumgebung dokumentiert. Jeder Standort behält seine eigenen Lagerplätze und Materialbestände, während berechtigte Mitarbeiter die Informationen standortübergreifend abrufen können.
Die COSYS Bestandsmanagement Software unterstützt die mobile Erfassung von Wareneingängen, Entnahmen, Umlagerungen und Bestandskontrollen. Über den COSYS WebDesk lassen sich die erfassten Daten zentral verwalten und auswerten.
Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen lokaler Materialverfügbarkeit und unternehmensweitem Gesamtbestand. Ein Bauteil kann im Produktionsnetzwerk ausreichend vorhanden sein, am benötigten Standort jedoch fehlen.
Mit transparenten Lagerbeständen lassen sich solche Situationen frühzeitig erkennen und interne Materialverlagerungen gezielter planen.
Einheitliche Datenerfassung mit MDE-Geräten
Eine gemeinsame Software allein reicht nicht aus, wenn Lagerbewegungen unterschiedlich erfasst werden. Deshalb sollten Unternehmen auch ihre mobilen Buchungsprozesse standardisieren.
Für größere Produktions- und Materiallager eignen sich beispielsweise robuste MDE-Geräte wie der Zebra MC3400 oder der Honeywell CK62. In kleineren Lagerbereichen und bei mobilen Bestandsabfragen kann der Datalogic Memor 12 eine kompaktere Alternative darstellen.
Durch das Scannen von Artikel- und Lagerplatzbarcodes werden Bestandsbewegungen unmittelbar am jeweiligen Prozessschritt dokumentiert.
Für Unternehmen mit mehreren Geräteflotten sind außerdem einheitliche Gerätekonfigurationen wichtig. COSYS bietet hierfür MDE-Services wie Einrichtung, Reparatur und Austauschgeräte sowie Mobile Device Management (MDM) zur zentralen Geräteverwaltung.
Materialtransporte zwischen Produktionswerken nachvollziehen
Sind Bestände standortübergreifend sichtbar, stellt sich die nächste Frage: Wie gelangen benötigte Materialien zuverlässig von einem Werk zum anderen?
Bei internen Umlagerungen sollten sowohl die Materialentnahme am Ausgangsstandort als auch der Wareneingang am Zielstandort dokumentiert werden. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Mengen bereits unterwegs sind und welche tatsächlich zur Verfügung stehen.
Ergänzend können digitale Transportprozesse und das COSYS Behältermanagement dabei unterstützen, wiederverwendbare Transportbehälter und Ladungsträger im Blick zu behalten.
Bestandsdaten für die Produktionsplanung nutzen
Ein standortübergreifendes Bestandsmanagement liefert nicht nur Informationen über vorhandene Materialmengen, sondern erzeugt bei jeder Buchung wertvolle Prozessdaten. Dazu gehören beispielsweise Wareneingänge, Entnahmen, Umlagerungen und Bestandskorrekturen.
Die COSYS Business Intelligence nutzt diese Daten, um Bestandsentwicklungen, Lagerumschlag und Materialbewegungen verschiedener Produktionsstandorte in übersichtlichen Dashboards auszuwerten. Produktions- und Logistikverantwortliche erkennen dadurch, welche Materialien besonders häufig benötigt werden, wo sich Überbestände aufbauen und an welchen Standorten regelmäßig Engpässe entstehen.
Auch ungewöhnlich häufige Umlagerungen oder wiederkehrende Bestandsabweichungen werden durch die Auswertung sichtbar. Auf dieser Grundlage lassen sich Lagerbestände gezielter verteilen, Nachschubprozesse optimieren und Entscheidungen zur standortübergreifenden Materialversorgung fundierter treffen.
Fazit: Gemeinsame Bestandsdaten stärken das Produktionsnetzwerk
Wer mehrere Produktionsstandorte betreibt, benötigt einheitliche Prozesse, verlässliche Bestandsinformationen und transparente Materialbewegungen. Dadurch lassen sich vorhandene Ressourcen besser nutzen, unnötige Materialbeschaffungen reduzieren und die Versorgung einzelner Werke gezielter koordinieren.
Modular aufgebaute Lösungen wie die COSYS Bestandsführung verbinden mobile Datenerfassung mit zentraler Verwaltung, geeigneter Hardware, technischen Services und Business Intelligence. So können Unternehmen ihre Bestandsprozesse schrittweise vereinheitlichen, ohne sämtliche bestehenden Strukturen gleichzeitig ersetzen zu müssen.
Tipp: Sie möchten Ihre Bestandsführung digitalisieren und Lagerbewegungen standortübergreifend transparenter gestalten? Testen Sie die COSYS Demo-Apps kostenlos und unverbindlich. Die Anwendungen stehen sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store zum Download bereit. So erhalten Sie einen ersten Einblick in die mobile Datenerfassung und die Möglichkeiten digitaler Bestandsmanagementprozesse.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf bei Hildesheim entwickelt seit 1982 Lösungen zur Digitalisierung und Optimierung von Logistik- und Geschäftsprozessen. Als mittelständischer Spezialist für Auto-ID, mobile Datenerfassung und Intralogistik bietet COSYS heute eine integrierte Plattform für die Digitalisierung von Waren-, Material- und Informationsflüssen. Das Portfolio umfasst unter anderem Lagerverwaltung, Bestandsführung, Lademittel- und Behältermanagement, Transport- und Werkslogistik, Inhouse-Logistik, Paketmanagement, Inventur, Asset Management und Business Intelligence. Mobile Apps, WebDesk sowie Cloud- und On-Premises-Lösungen verbinden operative Prozesse mit zentraler Verwaltung, Analyse und Optimierung. KI, Task Management, Process Mining und eigenes MDM erweitern die Plattform um intelligente Automatisierungs-, Analyse- und Verwaltungsfunktionen. COSYS begleitet Unternehmen von der Prozessanalyse und Konzeption über die Implementierung und Integration bis hin zu Support und langfristiger Betreuung. Ergänzend stehen passende MDE-Hardware, Auto-ID-Technologien, Reparaturservice und WLAN-Funkvermessung zur Verfügung.
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