Europäische Einschreibzustell-Dienste gemäß eIDAS-Verordnung werden interoperabel

Mit der eIDAS-Verordnung wurde die gesetzliche Grundlage für transeuropäische Netze geschaffen. Zur Umsetzung der Strategie Europa 2020 unterstützt die Europäische Union Vorhaben von gemeinsamem Interesse. In Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium haben sich neun internationale Projektpartner um eine Co-Finanzierung im Rahmen von CEF (Connecting Europe Facility) beworben, um die Infrastruktur der sog. Vertrauensdienste, und hier insbesondere der Einschreib-Zustelldienste, grenzüberschreitend nach den Vorgaben der eIDAS-Verordnung für eine europaweite Nutzung gegenseitig zu öffnen.

Für das CEF-Projekt NOBLE (NO Barriers in edeLivEry; 2015-EU-IA-0040) erhielt ein Konsortium aus vier Ländern den Zuschlag. Dieses Konsortium, bestehend aus Hellenic Ministry of Interior and Administrative Reconstruction (Griechenland), University of Piraeus Research Center (Griechenland), Hellenic Post (Griechenland), Mentana-Claimsoft GmbH (Deutschland), Ministry of Public Administration (Slowenien), SETCCE, družba za e-poslovanje, d.o.o. (Slowenien), DOCAPOST BPO (Frankreich), Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (Deutschland) und der Governikus KG (Deutschland) als Projektkoordinator, wird im Laufe der kommenden Monate im Projekt NOBLE auf Basis konkreter Anwendungsfälle die Interoperabilität der europäischen Zustelldienste herbeiführen.

Ergebnis des am 30.09.2017 endenden Projektes wird sein, dass die deutsche Vergabelösung des Beschaffungsamtes Zustellungen von Bieterunterlagen über ausländische Zustelldienste entgegennehmen kann und dass die De-Mail Dienstanbieter in Deutschland mit juristisch gleichwertigen französischen, slowenischen und griechischen Zustelldiensten interoperabel arbeiten. Ziel des Projektes ist, dass die so umgesetzten Dienste auch mit weiteren notifizierten europäischen Zustelldiensten interoperabel funktionieren. Künftig werden diese Zustelldienste aus dem Herkunftsland des Anwenders technisch und juristisch durch die entgegennehmende Stelle vollumfänglich unterstützt.


Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Projektansprechpartner zur Verfügung:
Docapost, Alain Roset – alain.roset@laposte.fr
Governikus GmbH & Co.KG, Olaf Rohstock – olaf.rohstock@governikus.de

 

Über die Governikus GmbH & Co. KG

Die Governikus KG ist ein seit 1999 etablierter IT-Lösungsanbieter für Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit elektronischer Kommunikation und elektronischer Dokumente. Gegründet als bremen online services im Jahr 1999 beschäftigt sich die Governikus KG intensiv mit dem Schutz personenbezogener Daten. Als Pionier im E-Government- und E-Justice-Bereich liegt der Fokus des Portfolios auf der Unterstützung zur Digitalisierung der Verwaltungsprozesse, die auch im Rahmen der Digitalen Agenda der Bundesregierung gefordert wird.

Das Governikus-Portfolio liefert wichtige Bausteine für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Dokumente und für eine sichere elektronische Kommunikation. Die Lösungen der Governikus KG gliedern sich in die Themenschwerpunkte „Sichere Identitäten“, „Sichere Kommunikation“ sowie „Sichere Daten“. Innerhalb der Suiten liefert die Governikus KG beispielsweise Komponenten, Produkte und Lösungen für die Authentisierung mit dem Personalausweis, den im E-Government etablierten OSCI-Protokollstandard für eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in und mit der Verwaltung bzw. im EGVP-Verbund der Justiz, intelligente De-Mail-Integration, Signaturanwendungskomponenten sowie die beweiswerterhaltende Langzeitaufbewahrung gemäß TR-ESOR.

Zahlreiche Komponenten aus dem Governikus-Gesamtportfolio stehen als Anwendungen des IT-Planungsrates Governikus und Governikus MultiMessenger dem Bund, den Ländern sowie ihren Kommunen u.a. zur Umsetzung der Nationalen E-Government-Strategie zur Verfügung. Die Anwendung Governikus ist gemäß Common Criteria evaluiert sowie SigG-bestätigt und wird ständig gemäß aktueller nationaler und internationaler Gesetzeslagen und Strategien weiterentwickelt.

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