Haustiere gegen die Einsamkeit

Vor knapp einem Jahr hatte die britische Ministerpräsidentin Theresa May angekündigt, ein Ministerium für Einsamkeit zu errichten, was in Europa auf große Resonanz stieß. In Deutschland meldete sich daraufhin der SPD-Gesundheitsbeauftragte Karl Lauterbach und gab an, über so eine Behörde oder einen Beauftragten solle man auch hierzulande nachdenken. Schließlich seien die Folgen der Einsamkeit für die persönliche Lebenserwartung und, nicht zu vergessen die Krankenkassen, ungefähr so schädlich wie starkes Rauchen.

In den Großstädten lebt mehr als ein Drittel der Einwohner in Singlehaushalten. Viele Singles suchen Abhilfe durch ein Haustier. Eine Untersuchung in Österreich geht der Frage nach, welche Gründe für den Besitz eines Haustieres sprechen:

Wie viele Studien zeigen, ersetzen Haustiere den Partner oder ein Kind.


Haustiere sind nicht nur vollwertige Familienmitglieder, sondern sie lindern auch die Einsamkeit. In jedem zweiten Haushalt erfreuen sich die Menschen an einem Haustier. Jeder dritte Haushalt mit Haustier ist ein Singlehaushalt.

Wie die Studie in Österreich und auch Sozialwissenschaftler zeigen, können Haustiere wichtige Grundbedürfnisse des Menschen befriedigen, wie das Bedürfnis nach Zuwendung und Nähe, Geborgenheit aber auch Trost. So bedeutet dies emotionale Unterstützung, wenn der Hund beim Nachhausekommen auf seinen Menschen wartet, an ihm hochspringt und freundlich begrüßt oder Katzen geduldig zuhören, wenn man sich über die Ärgernisse des Tages auslässt.

Tiere können natürlich keine Ratschläge geben oder kaum praktische Hilfe leisten. Für die Minderung des Einsamkeitsempfindens aber ist die emotionale Unterstützung nach Ansicht der Forscher entscheidender.

Diese emotionale Unterstützung durch ein Haustier ist in bestimmten Situationen wichtiger als die Beziehung zum menschlichen Partner. Eine Studie aus England zeigt dies, denn Katzenbesitzerinnen suchen nach einem stressigen Arbeitstag häufig zuerst den Kontakt mit ihrer Katze statt mit ihrem Partner. Aber warum tun sie dies?

Haustiere sind viel geduldigere Zuhörer als der ebenfalls gestresste Ehepartner. Im Gegensatz zum Ehepartner akzeptieren sie ihr Herrchen oder Frauchen bedingungslos, unabhängig von deren aktueller Laune. Auch direkt messbare physiologische Effekte, die den Stress reduzieren, gehen von Haustieren aus. So sinken Blutdruck und Puls des Haustierbesitzers beim Streicheln seines Vierbeiners, denn der Körper schüttet dabei Oxytocin aus. Dies ist ein Bindungshormon, welches auch bei der Mutter-Kind-Bindung wirkt. Die Forscher haben festgestellt, dass Prüflinge in Begleitung eines Hundes weniger gestresst waren als in Begleitung eines vertrauten Menschen, die für sie eher Erfolgsdruck bedeutet.

Haustiere, vor allem Hunde, vermitteln wie selbstverständlich mehr Sozialkontakte beim Gassigehen, denn man kommt ganz leicht ins Gespräch mit anderen Hundebesitzern und Passanten. Sie bewundern das Tier und geben Kommentare ab, wie putzig und süß usw. sie den Hund finden. Daraus ergibt sich dann häufig ein Gespräch. Dies gilt nicht nur für Hunde, sondern auch für andere Haustiere. So zeigte bereits eine Studie in den 1970-Jahren, dass sogar die Haltung eines Wellensittichs für mehr Nachbarschafts- und Verwandtschaftskontakte gesorgt hat.

Um noch mehr Verbindung unter Haustierhaltern zu schaffen, hilft nun das Haustierportal Happy-pet.club. Es bringt Haustierbesitzer in der Nachbarschaft durch lokale Gruppen zusammen. Die Idee, dass sich Tierhalter in einem Haustiernetzwerk gegenseitig helfen und unterstützen, war die Geburtsstunde und Gründung des Happy-Pet-Club für den deutschsprachigen Raum.

Über INeKO – Benchmarking Center Europe

Die Happy-Pet-Club GmbH Co. KG betreibt das Haustierportal Happy-Pet.Club. Es unterstützt Haustierbesitzer im deutschsprachigen Raum mit einem Online-Netzwerk, Magazin, Dienstleisterverzeichnis und den Kleinanzeigen. Weitere Services für Haustiere und Haustierbesitzer sind bereits geplant. Alle Services sind für die Haustierbesitzer kostenlos. Eine Zusammenarbeit mit wichtigen Tierschutzorganisationen und örtlichen Tierheimen ist geplant.

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