Neue AMLA-Behörde und AMLD6 ab 2027: Validato Regulations automatisiert AML-Compliance für Finanzinstitute.

Das umfangreichste Reform-Paket in der Geschichte der europäischen Geldwäschebekämpfung ist in vollem Gang: Das EU-AML-Paket, das am 9. Juli 2024 in Kraft trat, definiert neu, wie Finanzinstitute, Krypto-Dienstleister, Immobilienmakler und zahlreiche weitere Verpflichtete Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekämpfen müssen. Validato unterstützt Institute mit dem Modul "Validato Regulations AMLD6" dabei, die neuen Anforderungen strukturiert, digital und prüfungsfest umzusetzen.

Deutschland im Fokus: AMLA-Behörde in Frankfurt nimmt Arbeit auf

Ein historischer Meilenstein für Deutschland als Finanzstandort: Die neue EU-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche, die Anti-Money Laundering Authority (AMLA), hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und hat am 1. Juli 2025 ihre Tätigkeit aufgenommen. Seit dem 1. Januar 2026 hat die AMLA zudem die bisherigen Geldwäsche-Zuständigkeiten der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) übernommen. Ab dem 1. Januar 2028 wird sie 40 der risikoreichsten und grenzüberschreitend tätigen Finanzinstitute in der EU direkt beaufsichtigen.

Für alle anderen Verpflichteten bleibt die BaFin in Deutschland und die FMA in Österreich die primäre AML-Aufsichtsbehörde – allerdings unter einem nun europäisch harmonisierten Regelwerk. Die BaFin hat in ihrer Strategie 2026–2029 eine deutliche Intensivierung der Geldwäscheaufsicht angekündigt und für 2026 Terrorismusfinanzierung als Schwerpunkt der Jahresabschlussprüfungen definiert.

"Wir wollen eine härtere Gangart gegen Finanzkriminalität durchsetzen. Mit der AMLA in Frankfurt entsteht eine leistungsfähige Behörde, die das gesamte europäische Aufsichtsgefüge verändern wird." – Bundesfinanzministerium Deutschland, 2025

Europas AML-Revolution: Das vierteilige Gesetzespaket und seine Folgen

Das EU-AML-Paket 2024 besteht aus vier Rechtsakten, die ein integriertes System bilden:

  • Geldwäsche-Verordnung (EU) 2024/1624 – Das "Single Rule Book": erstmals direkt in allen 27 EU-Staaten geltendes, einheitliches Regelwerk für den Privatsektor. Gilt ab 10. Juli 2027.
  • Geldwäsche-Richtlinie (AMLD6) / (EU) 2024/1640 – regelt institutionelle AML-Strukturen auf nationaler Ebene, insbesondere FIU-Zusammenarbeit und Aufsichtsbehörden. Umsetzungsfrist: 10. Juli 2027.
  • AMLA-Verordnung (EU) 2024/1620 – Errichtung der neuen EU-Aufsichtsbehörde in Frankfurt mit direkter Überwachungsbefugnis über Hochrisiko-Verpflichtete.
  • Novelle der Geldtransfer-Verordnung (EU) 2023/1113 – verbessert die Rückverfolgbarkeit von Geld- und Krypto-Transfers.

Der entscheidende Paradigmenwechsel: Bisher mussten EU-Richtlinien in nationales Recht umgesetzt werden – mit erheblichen nationalen Abweichungen. Ab 2027 gilt das Single Rule Book unmittelbar in allen Mitgliedstaaten, ohne nationalen Umsetzungsspielraum.

Österreich, Luxemburg und die Eurozone: Grenzüberschreitende AML-Pflichten

Für international agierende Finanzgruppen – etwa mit Einheiten in Österreich, Luxemburg oder den Niederlanden – bringt das neue Paket erhebliche operative Konsequenzen. Bisher variierten AML-Anforderungen je nach nationaler Umsetzung erheblich. Ab 2027 entfällt diese Fragmentierung: Dieselben KYC-Schwellenwerte, Sorgfaltspflichten und Meldeformate gelten EU-weit einheitlich. Die AMLA koordiniert außerdem einen europaweiten Austausch von Eignungs- und Risikoinformationen zwischen nationalen FIUs.

Besonders relevant für Österreich: Das neue Paket stärkt die Zusammenarbeit zwischen der österreichischen FMA, der deutschen BaFin und der AMLA. Verdachtsmeldungen und Risikoprofile werden künftig grenzüberschreitend geteilt – was höhere Anforderungen an die Dokumentationsqualität stellt.

Großbritannien nach dem Brexit: AML-Divergenz und die Herausforderung für UK-EU-Institute

Großbritannien verfolgt seit dem Brexit eine eigenständige AML-Regulierung unter der Aufsicht der FCA. Während die Grundprinzipien der FATF-Empfehlungen weitgehend übereinstimmen, gibt es zunehmende Divergenzen – etwa bei Schwellenwerten, Krypto-Regelungen und Sanktionslistenformaten. Für Banken mit Niederlassungen in London und Frankfurt entstehen damit doppelte Compliance-Pflichten. Validato Regulations unterstützt paralleles Multi-Jurisdiktion-Management, sodass sowohl UK-AML als auch EU-AML-Anforderungen in einer einzigen Plattform verwaltet werden können.

Validato Regulations AMLD6: Die digitale Antwort auf das neue EU-AML-Paket

Das Modul "Validato Regulations AMLD6" deckt den gesamten operativen AML-Compliance-Zyklus ab und unterstützt Verpflichtete bei der strukturierten Vorbereitung auf die neuen Anforderungen ab Juli 2027:

  • Regulatorisches Anforderungsmanagement: Alle AMLD6- und Geldwäsche-VO-Anforderungen sind vorkonfiguriert, kategorisiert und den verantwortlichen Teams zugewiesen. Automatische Updates bei Änderungen durch AMLA, EBA oder nationale Behörden.
  • KYC- und Customer Due Diligence (CDD)-Management: Strukturierte Erfassung von Kundendaten, wirtschaftlichen Eigentümern (Beneficial Ownership) und PEP-Status. Risikobasierte Priorisierung nach dem neuen Single Rule Book.
  • Sanktionsscreening-Integration: Da EU-Sanktionslisten nahezu täglich aktualisiert werden, unterstützt Validato die Integration automatisierter Screening-Systeme mit täglichem Abgleich – gemäß BaFin-Auslegungs- und Anwendungshinweisen (AuA) Februar 2025.
  • Gap-Analyse und Risikobeurteilung: Automatischer Abgleich des Ist-Zustands mit den neuen EU-Anforderungen. Identifikation von Prozesslücken vor der Umsetzungsfrist 2027.
  • Verdachtsmeldungsverwaltung (STR/SAR): Strukturierte Erfassung, Dokumentation und Weiterleitung von Verdachtsmeldungen an FIU Deutschland (Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen) oder FMA Österreich.
  • Revisionssicherer Audit-Trail: Alle Aktivitäten, Entscheidungen und Nachweise werden zeitgestempelt protokolliert – prüfungsbereit für BaFin, AMLA und interne Revision.

Zahlen, Daten, Fakten: AMLD6 und das EU-AML-Paket auf einen Blick

  • Juli 2024: EU-AML-Paket (AMLD6 + Geldwäsche-Verordnung) tritt in Kraft.
  • Juli 2025: AMLA nimmt operativen Betrieb in Frankfurt am Main auf.
  • Januar 2026: AMLA übernimmt EBA-Geldwäsche-Zuständigkeiten; BaFin verschärft AML-Aufsicht mit Fokus Terrorismusfinanzierung.
  • Juli 2027: Geldwäsche-Verordnung gilt unmittelbar in allen 27 EU-Mitgliedstaaten; AMLD6-Umsetzungsfrist für nationale Gesetzgeber.
  • Ab 10. Juli 2027: EU-weite Bargeldobergrenze von 10.000 EUR für gewerbliche Zahlungen; Meldepflicht ab 3.000 EUR.
  • Januar 2028: AMLA übernimmt direkte Aufsicht über 40 Hochrisiko-Finanzinstitute in der EU.
  • 22 Vortaten: AMLD6 harmonisiert den Katalog der Vortatbestände für Geldwäsche, darunter Cyberkriminalität und Umweltkriminalität.
  • 400 Mitarbeitende: Personalziel der AMLA bis zur Volloperabilität 2027/2028.

"Regulatoren wollen bessere Daten, klarere Governance und nachweisbare Remediation. Technologie und Prozessmodernisierung sind keine Option mehr, sondern Pflicht." – Global AML Landscape Report 2025/2026

Über die Validato AG

Validato ist ein führender Anbieter für digitale Background Checks und Human Risk Management mit Sitz in Zürich. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Bewerberinnen sowie bestehende Mitarbeitende strukturiert und effizient auf Integrität, Interessenskonflikte und potenzielle Risiken zu prüfen – datenschutzkonform, modular und skalierbar.

Validato ist speziell auf die Anforderungen im DACH-Raum ausgerichtet, verzichtet auf Set-up-Gebühren, Jahresgebühren oder Mindestanzahl an Screenings und lässt sich flexibel in bestehende HR- oder Recruiting-Prozesse integrieren.

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